Zimbabwe | Teil 2
Reisebericht südliches Afrika 2019/20 | 29. Juli 2019 bis 8. Februar 2020
Cuteness overload 😍
Reisebericht südliches Afrika 2019/20
Ngweshla, Hwange Nationalpark, Zimbabwe
Kaum zu übertreffen!
Nachdem wir die Löwenbande schon über eine Stunde beobachtet haben, wurde die eine Löwin wie gesagt plötzlich aufmerksam, hat in eine Richtung geblickt und ist in diese gelaufen.
Plötzlich sehen wir, was ihr da entgegenkommt! Eine weitere Löwin taucht auf und zwar mit 6 kleinen Löwenbabies!!
Sie sind noch richtig klein und die Löwin hat sich mit ihnen irgendwo in einem Busch versteckt und auf sie aufgepasst. Nun hat sie entschieden, dass es Zeit ist, mit dem Rest des Löwenrudels zusammen zu kommen. Und wir erleben das Zusammentreffen, nachdem sie für einige Stunden oder vielleicht auch schon für die ganze Nacht getrennt waren.
So etwas Süsses haben wir noch nie oder schon lange nicht mehr erlebt! Zuerst treffen sie auf die eine Löwin, die sie schon lange gehört oder gesehen hat und auf sie zugelaufen ist.
Sie ist wohl die Mutter oder eine der Mütter. Danach kommt einer nach dem anderen zu der Gruppe dazu.
Die Halbstarken merken plötzlich in ihrem Spiel, dass ihre Cousins oder kleinen Geschwister am Wasserloch sind und einer nach dem anderen läuft ihnen entgegen und sie alle begrüssen sich. Es ist so unglaublich schön, diese Begrüssungsrituale mitzuerleben.
Alle scheinen ganz aus dem Häuschen zu sein, begrüssen sich, indem sie die Köpfe aneinander reiben, fangen an, miteinander herumzutollen, sich anzuschleichen, zu kuscheln und sich gegenseitig zu necken.
Sozialleben der Löwen
Löwenrudel haben ein sehr intensives Sozialleben und stärken ihre Bindungen, indem sie viel Zeit gemeinsam verbringen, die Köpfe aneinander reiben, neben oder sogar aufeinander liegen, relaxen, sich gegenseitig putzen und miteinander spielen.
Die ganz Kleinen lernen in diesem Spiel sehr viel von ihren älteren Geschwistern oder von ihren Cousins übers anschleichen, angreifen und kämpfen.
In einem Rudel hat es meistens mehrere Löwinnen, oftmals sind es Schwestern, Cousinen oder Mütter mit ihren erwachsenen Töchtern.
Es kommt bei den Löwinnen vor, dass sie miteinander läufig werden und zum Teil sogar miteinander Junge bekommen. Dann werden die Kleinen von beiden Müttern umsorgt und sie teilen sich sogar das Säugen. Dies sorgt dafür, dass die Jungen so grosse Überlebenschance wie möglich erhalten. Die kleinen Löwenbabies sind nämlich in den ersten Monaten sehr gefährdet und viele sterben, bevor sie aus dem Gröbsten raus sind.
Auch diese Löwenbabies wurden von zwei Löwinnen gesäugt. Es kann sein, dass sie beide Mütter von einigen der Jungen sind. Es kann aber auch sein, dass nur eine geworfen hat und die andere die Mutterrolle so weit mit der eigentlichen Mutter teilt, dass sie sogar selber Milch für die Jungen produziert.
Ich bin immer wieder so fasziniert davon, wie in der Natur alles so perfekt eingerichtet ist! Jedes Tier hat viele Hilfsmittel bekommen, um sein Überleben zu sichern, um sich zu schützen und um seine Jungen grosszuziehen. Und alles ist miteinander verbunden und würde in perfekter Harmonie funktionieren, wenn der Mensch nicht eingreifen würde.
Je mehr Zeit wir im Busch, in der Natur und mit den wilden Tieren verbringen, umso mehr lernen wir darüber und umso mehr verstehen wir, wie das alles zusammenspielt…
So ein schönes Löwen-Erlebnis!
Die Fotos und das Video sind wieder allerliebst! Daniela, dein Kommentar zum Sozialleben der Löwen ist super und du bist bereits eine richtige „Löwen-Expertin“. Danke euch beiden für die interessanten Blogposts😊!!!
LG Doris & Herbert und bis bald
Vielen Dank für die lieben Komplimente!
Ja bei so vielen Löwenbegegnungen wird man tatsächlich langsam zu einer Amateur-Expertin 😂.
Es macht mir wirklich viel Freude, darüber zu berichten und meine Gedanken zu teilen..
Umso schöner natürlich, wenn ich damit das eine oder andere Herz berühren kann ☺️❤️
Wow, das ist wahrhaftig Familienleben, sooooo allerliebst! Danke für all die tollen Einblicke & das Teilen von euren Erfahrungen!
Tierfamilien in ihrem sozialen Verhalten beobachten zu dürfen ist einfach Gold wert!
Wir geniessen die Zeit, wo wir sowas erleben dürfen immer extrem.